Vanguard Skyborne 51 SLR-Kamerarucksack anthrazit

Vorteile:
 Hochwertige Verarbeitung
 Mittelgroßes Daypack
 Gute Stativhalterung
 Wasserdichter Boden mit Standfüßen
 Großes Laptopfach

Nachteile:
 Schnellzugriff weniger praktikabel
 Teiler des Kamerafachs weniger stabil
 Daypack ohne Innenfächer
 Hüftgurt sitzt u.U. zu hoch

 Fotorucksack_192 Schnell-Check

Größe: XL (offiziell nicht handgepäcktauglich)
Gewicht: 2,7 kg
Farben: schwarz
Fassungsvermögen: bis zu 2 DSLR mit angesetztem Objektiv; bis zu 4 weitere Objektive und Zubehör; bis zu 15” Laptop.
Daypack: Bekleidung, Verpflegung oder Wanderausrüstung. Stativaufnahme.

Schnellzugriff: ja, seitlicher Zugriff
Tragevariationen:
 Hüftgurt (mit seitlicher Polsterung)
Rückenbelüftung: Rückenpolster belüftet
Wetterfestigkeit: Regencape
Preis: €€€

Varianten: kleinere Schwestermodelle: Skyborne 45* (Größe: L; Preis: €€) und Skyborne 48* (Größe: L; Preis: €€€)

Großer und gut verarbeiteter Rucksack inkl. Laptopfach. Schnellzugriff nur mittelmäßig.

Ausführliche Beschreibung

Eckdaten

Außenmaße: 37 x 36 x 56 cm; Innenmaße: 32 x 16 x 27 cm

Beim Skyborne 51 handelt es sich um einen großen Kamerarucksack, der über folgende Fächer und Taschen verfügt:

  • Das Kamerafach (= Hauptfach) befindet sich im unteren Bereich des Rucksacks. Dort lassen sich 1-2 Kameras (auch größere DSLR) und 2-4 Objektive sowie evtl. weiteres Zubehör unterbringen.
  • Oberes Fach (Daypack): Mittelgroßes Fach für Bekleidung, Verpflegung, Wanderausrüstung; keine Unterteilung.
  • Laptopfach (an der Vorderseite des Rucksacks, Reißverschluss) inkl. herausnehmbarer Laptoptasche für Notebooks bis max. 15“.
  • Eine größere und eine kleinere Seitentasche für eine Trinkflasche und Kleinkram.

Vielseitigkeit

Der Skyborne 51 hat im unteren Bereich des Rucksacks ein Kamerafach mit Trennwänden und Polsterung, das sowohl von der Rückwand her (vollständig) als auch seitlich über einen Reißverschluss zugänglich ist. Die Innenaufteilung lässt sich über ein Klettsystem anpassen.

Der Schnellzugriff funktioniert über die Öffnung an der Seite des Rucksacks: Dies ermöglicht die Entnahme der Kamera ohne Absetzen des Rucksacks, erfordert allerdings zum einen Beweglichkeit (man muss sich zur Seite drehen), zum anderen Vorsicht, damit die Kamera beim Öffnen des Reißverschlusses nicht einfach aus dem Fach fällt.
Der Schnellzugriff ist demnach zwar vorhanden, aber weniger praktikabel und auch unsicherer als bei den Rotation-Modellen von Mindshift (z.B. dem Panorama) und auch als beim Vanguard Adaptor 46.

Das große Laptopfach ist ein echter Vorteil des Skyborne, denn hier passen auch 15-Zoll-Notebooks hinein! Manche Besitzer bemängeln jedoch, dass der Laptop an der Außenseite des Rucksacks (und nicht am Rücken) zu einer schlechteren Gewichtsverteilung führt.

Das obere Fach im Rucksack fungiert als relativ geräumiges Daypack und kann weitere Ausrüstung, Bekleidung (z.B. einen Pullover oder dünne Jacke) und etwas Verpflegung aufnehmen. Etwas schade finde ich, dass es für das Daypack keine Möglichkeit einer Unterteilung oder kleinerer Taschen und Fächer gibt.

Die Seitentasche ist als Aufbewahrung für eine Trinkflasche vorgesehen.

Die Stativhalterung ist eine gute Sache, sie funktioniert so ähnlich wie beim Mindshift Panorama, allerdings steht nur eine Schlaufe zur oberen Befestigung zur Verfügung.

Tragekomfort

Der Tragekomfort wird als sehr gut – mit kleinen Schwächen – beschrieben. Die Polsterung der Schulterriemen und des Rückenteils ist ist dick und gut.

Durch den Brust- und Hüftgurt sitzt der Rucksack stabil am Rücken. Je nach Körpergröße kann es jedoch sein, dass der Hüftgurt zu weit oben am Körper anliegt und dann nicht die gewünschte Entlastung der Schultern durch Verlagerung des Gewichts auf die Hüfte eintritt.

Die Rückenbelüftung ist durch eine Unterteilung der Rückenpolster realisiert. Das funktioniert recht gut, wenn auch nicht so wie bei einem Rückennetz.

Sicherheit

Der Sicherheitsaspekt ist lobenswert: An das Daypack gelangt man nur vom Rückenteil aus (also gar nicht beim Tragen des Rucksacks), an das Kamerafach immerhin nur über den seitlichen Zugriff und das Laptopfach wird zusätzlich zum Reißverschluss mit zwei Clipverschlüssen gesichert.

Wetterfestigkeit

Der Skyborne 51 enthält ein Regencape, das sich in einem separaten Fach unten am Rucksack befindet. Es wird herausgezogen und kann ähnlich wie bei den Lowepro-Modellen nicht verloren gehen.

Auch ohne Regencape ist die Wetterfestigkeit zu loben, so sind die Reißverschlüsse z.B. mit einem Regenschutz ausgestattet.

Gibt es hier zu kaufen:

Preisangaben**:

Ich verwende die €-Symbole zur Kennzeichnung folgender Preisbereiche der Artikel:
€ = bis 80 €
€€ = ca. 80-150 €
€€€ = ca. 150-250 €
€€€€ = über 250 €


Siehe auch: Transparenz sowie Disclaimer

Fotorucksack_150 Fazit

Der Vanguard Skyborne 51 bietet aufgrund seiner Größe v.a. viel Platz und ist gut verarbeitet. Mir gefällt die Möglichkeit, auch ein größeres Notebook (bis 15 Zoll) mitnehmen zu können. Das Schnellzugriffs-System kann jedoch nicht mit dem des Mindshift Panorama oder Professional mithalten. Ich würde den Skyborne deshalb als „Mischling“ aus klassischem und Schnellzugriffs-Kamerarucksack einstufen.

Er eignet sich v.a. dann für dich, wenn du über eine oder sogar zwei Kameras (durchaus auch größere DSLR) verfügst, du Tagesausflüge unternehmen willst (also ein Daypack brauchst) und dir die Kameratasche des Mindshift Panorama zu klein und der Mindshift Professional zu teuer ist.

Den deutlich besseren Schnellzugriff bieten wie gesagt die Mindshift-Modelle und bei Einschränkung des vorhandenen Platzes und Tragekomforts auch der Vanguard Adaptor. Bei einer größeren Fotoausrüstung solltest du dir die klassischen Fotorucksäcke anschauen – dann allerdings ganz ohne Schnellzugriff.

Youtube-Video:

(Kein eigenes Video, aber gut zur Veranschaulichung)

Gibt es hier zu kaufen: